Hund und Halter e.V.

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Vorwort



Hunde an die Leine ?

Hunde und Menschen sind in der ganzen Entwicklungsgeschichte in einem System der wechselseitigen Abhängigkeiten verbunden. Dabei waren Hunde dem Menschen immer selbstverständliche Begleiter und ein. wesentlicher Bestandteil des Lebens und wohl auch der Lebensqualität. Es ist aufgrund einer umfangreichen wissenschaftlichen Literatur heute unumstritten, dass einem Hund ein prägender Einfluß im Bereich des Sozialverhaltens, der kommunikativen Kompetenz, der Entwicklung von Verantwortungsgefühl und der positiven emotionalen Stimulierung bzw. des Ausgleichs von konfliktären Stimmungslagen zugesprochen wird.

Die Folge ist, daß sich Hundehalter gegenüber Nicht-Hundehaltern durch ein höheres Ausmaß an Kontaktfreudigkeit, Fürsorglichkeit, Ausgeglichenheit, Aktivität, Sensibilität und Emotionalität unterscheiden.

Fernerhin kommt Hunden als sogenannten Co-Therapeuten in Psychiatrie, Psychotherapie, in der Prophylaxe und Rehabilitation von Kreislauferkrankungen, in der Kindertherapie, aber auch bei anderen Risikogruppen der Gesellschaft eine wesentliche Bedeutung zu.

Gerade für Kinder spielt der Hund im Rahmen von sozialen Erziehungszielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Von besonderer Bedeutung sind Hunde auch für ältere, insbesondere alleinstehende Menschen. Wie man weiß, nimmt die Anzahl älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung ständig zu; schon heute sind 47 Prozent der Seniorenhaushalte (ab 60 Jahre) Ein-Personen-Haushalte.

Die zentralen Risikofaktoren des alten Menschen, die seine Lebensqualität und seine Lebenserwartungen in erheblichen Umfange beeinträchtigen und bei deren Prophylaxe bzw. Milderung Hunde einen erheblichen Beitrag zu leisten vermögen, sind u.a. Vereinsamung, fehlende soziale Akzeptanz, Gefühlsverarmung, Unterforderung, Alltagsärgernisse, Angst, Defizit an Körperkontakt.

So ist der Hund zu einem fest integrierten Bestandteil unserer heutigen Gesellschaft geworden und gehört als einziges Heimtier zum ständigen öffentlichen Bild. Daher auch steht der Hund bzw. die Hundehaltung gelegentlich in der Kritik. Innerhalb dieser Diskussion ist es vor allem die Forderung nach einer generellen Anleinpflicht für Hunde in der Öffentlichkeit, die erhoben wird. Doc ein solcher pauschaler Zwang geht von sehr vordergründigen Vorstellungen aus, ohne dem Hund, seinem Halter und letztlich auch der Gesellschaft gerecht zu werden.

Wissenschaftler (Ethologen, Kynologen), Tierärzte und Tierschützer beziehen daher in den folgenden Beiträgen Stellung und begründen, warum sie einen generellen Leinenzwang ablehnen.



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